Unabhängigkeit Albaniens: Die Nationale Wiedergeburt bis 1912
Die albanische Nationalbewegung Rilindja kämpfte ab den 1830er-Jahren für eigene Sprache, Schulen und einen eigenen Staat – von der Liga von Prizren bis zur Unabhängigkeit am 28. November 1912.

Inhalt9 Abschnitte
- Was war die Nationale Wiedergeburt?
- Tanzimat und die Aufstände der 1830er- und 1840er-Jahre
- Die Liga von Prizren (1878–1881)
- Gründung und Programm
- Der Berliner Kongress und der Kampf um die Gebiete
- Die „Feder“: Fibeln, Schulen und Bücher
- Die Istanbuler Gesellschaft und die ersten Schulen
- Bücher der Wiedergeburt
- Die Rolle der Diaspora
- Jungtürken und der Kongress von Monastir
- Die Aufstände von 1910 bis 1912
- 28. November 1912: die Unabhängigkeit Albaniens
- Die Anerkennung
- Häufige Fragen
Rilindja Kombëtare („Nationale Wiedergeburt“) heißt die albanische Bewegung, die von den 1830er-Jahren bis 1912 für eine eigene Sprache, eigene Schulen und einen eigenen Staat kämpfte. Ihr Weg führte von den ersten Fibeln und den Aufständen gegen die osmanischen Reformen über die Liga von Prizren und ein einheitliches Alphabet bis zur Unabhängigkeit Albaniens, die am 28. November 1912 in Vlora ausgerufen wurde.
Dies ist das vierte Kapitel unseres Leitfadens zur Geschichte Albaniens. Es spannt den Bogen vom Tanzimat bis zur Geburt des unabhängigen Staates.
Was war die Nationale Wiedergeburt?
Die Wiedergeburt umfasst die Zeit von den 1830er-Jahren bis 1912. Ihre Vertreter wollten die Albaner von der osmanischen Herrschaft befreien, die albanischen Gebiete in einem Nationalstaat vereinen und die albanische Sprache und Schule fördern.
Die Bewegung setzte auf zwei Mittel, die man in Albanien „Feder“ und „Gewehr“ nennt. Mit der „Feder“ sind Fibeln, Bücher, Zeitungen und Schulen gemeint, mit dem „Gewehr“ der bewaffnete Widerstand. Das politische Programm ruhte auf zwei Grundgedanken: der Autonomie Albaniens und dem Schutz seiner territorialen Einheit. Inspiration fanden die Vertreter der Wiedergeburt in der ruhmreichen Vergangenheit der Skanderbeg-Zeit und in den Ideen der französischen Aufklärung.
Tanzimat und die Aufstände der 1830er- und 1840er-Jahre
Das Osmanische Reich versuchte im 19. Jahrhundert, sich zu modernisieren. Für die Albaner bedeuteten die Reformen jedoch neue Steuern, Wehrpflicht und ein Verbot von Schulen in der Muttersprache. Darauf antworteten sie mit einer Reihe von Aufständen.
Schon vor den Reformen, im Jahr 1830, wurden in Monastir rund 500 albanische Anführer in einen Hinterhalt gelockt und getötet. In den Jahren 1833–1835 erhoben sich zwei Regionen gegen die osmanischen Neuerungen: im Süden Berat unter der Führung von Tafil Buzi, im Norden Shkodra unter Hamza Kazazi.
Tanzimat. Die Reformen begannen 1839. Sie zentralisierten die Verwaltung und führten die allgemeine Wehrpflicht (nizam) sowie neue Steuern ein. Die Bevölkerung des Reiches wurde ausschließlich nach Religionszugehörigkeit eingeteilt. Deshalb galten die Albaner nicht als eigene Nation, und albanische Schulen durften nicht eröffnet werden.
Der Widerstand ging weiter:
1843–1844: Aufstand von Dervish Cara in Skopje. Die Aufständischen befreiten zeitweise Gostivar, Tetovo und Skopje.
Juni 1847: Eine Versammlung in Mesaplik lehnte Wehrpflicht und Steuern ab und erklärte muslimische und christliche Albaner zu einem Volk. Im selben Jahr entstand im Süden der Bund „Albanische Nationalliga“ unter Zenel Gjoleka. Den Aufstand führten Gjoleka und Rapo Hekali an.
1861: Oso Kuka verteidigte albanische Gebiete gegen die Angriffe montenegrinischer Truppen.
Die Liga von Prizren (1878–1881)
Die Liga von Prizren ist das wichtigste politische Ereignis der Wiedergeburt. Sie wurde am 10. Juni 1878 gegründet, damit die albanisch besiedelten Gebiete nach dem Russisch-Türkischen Krieg nicht an die Nachbarn fielen. Drei Jahre lang verteidigte sie diese Gebiete diplomatisch und militärisch, bis die osmanische Armee sie niederschlug.

Auslöser war der Vorfrieden von San Stefano vom 3. März 1878. Er sprach Serbien, Montenegro und Bulgarien Gebiete zu, in denen Albaner lebten. Bulgarien sollte sogar Korça, Pogradec und Bilisht erhalten. Bereits im Dezember 1877 hatte sich in Istanbul das Zentralkomitee zur Verteidigung der Rechte der albanischen Nation gebildet.
Gründung und Programm
Zur Gründungsversammlung in Prizren kamen rund 80 Delegierte, den Vorsitz übernahm Iljaz Pascha Dibra (Çoku). Die Versammlung verabschiedete zwei Dokumente: die Kararname (Beschlussakte), die am 18. Juni von rund 47 Anführern unterzeichnet wurde, und die Talimat (Vorschrift). Ziel war es, die albanischen Gebiete „Fußbreit um Fußbreit“ zu verteidigen und ein autonomes albanisches Wilajet durchzusetzen.
Die Liga verfügte über einen Generalrat als gesetzgebendes und ein Zentralkomitee als ausführendes Organ. In den albanischen Gebieten gab es rund 40 Zweigstellen. Ihr wichtigster Vordenker war Abdyl Frashëri, der die südliche Zweigstelle in Gjirokastra leitete.
Der Berliner Kongress und der Kampf um die Gebiete
Vom 13. Juni bis zum 13. Juli 1878 überarbeitete der Berliner Kongress den Vertrag von San Stefano. Die Liga schickte ihm ein Memorandum und forderte darin eine Lösung der albanischen Frage. Reichskanzler Bismarck lehnte es jedoch ab, sich damit zu befassen, mit der Begründung: „Eine albanische Nation gibt es nicht.“ Der Kongress sprach Montenegro Bar und Podgorica sowie Plav und Gusinje zu, Serbien erhielt Niš, Pirot und Vranje.
Plav und Gusinje verteidigte die Liga 1879–1880 mit Waffengewalt. Im Januar 1879 beschloss eine außerordentliche Versammlung in Preveza, keine Abtrennung albanischer Gebiete hinzunehmen. Abdyl Frashëri und Mehmet Ali Vrioni reisten daraufhin als Gesandte zu den Großmächten. Als Ersatz für Plav und Gusinje sprachen die Großmächte Montenegro die Stadt Ulcinj zu. Die Albaner verteidigten sie, doch im November 1880 schlugen osmanische Truppen den Widerstand nieder, und Ulcinj fiel an Montenegro.
Provisorische Regierung und Niederlage. Im Oktober 1880 forderte die Versammlung von Dibra, die albanischen Gebiete in einem autonomen Wilajet zu vereinen. Im Januar 1881 besetzten Truppen der Liga unter Sulejman Vokshi Skopje und Prishtina, und die Liga rief eine Provisorische Regierung unter Ymer Prizreni aus. Im März rückte die osmanische Armee unter Dervish Pascha gegen sie vor, und am 23. April 1881 war die Liga zerschlagen. Ihr Werk führte die Liga von Peja fort, die im Januar 1899 unter der Führung von Haxhi Zeka gegründet wurde.
Die „Feder“: Fibeln, Schulen und Bücher
Während die einen kämpften, unterrichteten die anderen. Die Wiedergeburt brachte albanische Fibeln, ein Alphabet, die ersten weltlichen Schulen und eine Literatur hervor, die zur Einheit aufrief. Nach der Liga von Prizren wurde die kulturelle Bewegung weltlich, und politische Motive hielten Einzug in die Literatur.

Als erster Vordenker der Wiedergeburt gilt Naum Veqilharxhi, geboren 1797 in Vithkuq. Er entwarf ein eigenes Alphabet aus 33 Buchstaben und gab 1844–1845 die Fibel „Evetar“ heraus. Mit dieser Veröffentlichung lässt man die Wiedergeburt üblicherweise beginnen. Veqilharxhi schwebte eine Schule vor, die auf Albanisch unterrichtete, weltliche Inhalte vermittelte und allen offenstand. Kostandin Kristoforidhi übersetzte religiöse Texte in beide Dialekte und veröffentlichte 1867 Fibeln auf Gegisch und Toskisch. Koto Hoxhi brachte Kindern heimlich Albanisch und die Liebe zur Heimat bei.
Die Istanbuler Gesellschaft und die ersten Schulen
Am 12. Oktober 1879 wurde in Istanbul die Gesellschaft für den Druck albanischer Schriften gegründet. Zu ihr gehörten Sami Frashëri, Jani Vreto, Pashko Vasa und Hasan Tahsini. Die Gesellschaft schuf das Istanbuler Alphabet (Frashëri-Alphabet) mit 36 Buchstaben auf lateinischer Grundlage. Es blieb fast 30 Jahre lang in Gebrauch.
Mësonjëtorja. Am 7. März 1887 wurde in Korça die erste weltliche albanische Schule eröffnet, die Mësonjëtorja („Lernstätte“). Die Genehmigung des Sultans lag seit 1885 vor, das Geld kam von der Bukarester Gesellschaft Drita („Das Licht“), und erster Direktor wurde Pandeli Sotiri. 1902 ließ Sultan Abdülhamid II. die Schule schließen. Der Tag ihrer Eröffnung, der 7. März, wird in Albanien als Tag des Lehrers gefeiert.
1889 eröffnete der Lehrer Mati Logoreci eine albanische Schule in Prizren. 1891 gründeten Gjerasim Qiriazi und seine Schwester Sevasti in Korça die erste albanische Mädchenschule.
Bücher der Wiedergeburt
| Jahr | Autor und Werk |
|---|---|
| 1866 | Jeronim De Rada, „Rhapsodien eines arbëreshischen Gedichts“ |
| um 1878–1880 | Pashko Vasa, Gedicht „O mein Albanien“ (O moj Shqypni) |
| 1879 | Pashko Vasa, „Die Wahrheit über Albanien und die Albaner“ (Paris) |
| 1886 | Naim Frashëri, Poem „Viehzucht und Ackerbau“ |
| 1899 | „Albanien: was es war, was es ist und was es werden wird“ (Bukarest, anonym; Sami Frashëri zugeschrieben) |
Die Brüder Frashëri, Abdyl, Naim und Sami, wurden zu zentralen Gestalten der Wiedergeburt; Naim gilt als Nationaldichter. Die Schrift von 1899 wird als Manifest der Bewegung bezeichnet. Unter den Arbëreshë in Italien schrieben Jeronim De Rada, Dhimitër Kamarda und Zef Serembe über die Heimat.
Die Rolle der Diaspora
Einen großen Beitrag zur Wiedergeburt leisteten Albaner im Ausland. Die wichtigsten Gemeinschaften waren die Kolonien in Rumänien, Bulgarien und Ägypten sowie die Arbëreshë in Italien. Später kam die Diaspora in den USA hinzu.
Faik Konica gründete Ende der 1890er-Jahre in Brüssel die Zeitschrift Albania und gab sie anschließend bis 1909 in London heraus. 1909 wurde er Chefredakteur der Bostoner Zeitung Dielli („Die Sonne“). Am 28. April 1912 wurde in den USA die Panalbanische Föderation Vatra („Herd“) gegründet, deren Schlüsselfiguren Fan Noli und Faik Konica waren.
Jungtürken und der Kongress von Monastir
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts setzten die Albaner ihre Hoffnungen auf die Jungtürken, eine Bewegung für eine Verfassung im Osmanischen Reich. Zu den Gründern des ersten jungtürkischen Komitees im Jahr 1889, später bekannt als „Einheit und Fortschritt“, gehörte der Albaner İbrahim Temo aus Struga. Ab 1906 traten viele Albaner dem Komitee bei, weil sie sich Autonomie erhofften.
Die Losung „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ versprach den Albanern Schulen und Kultur, und solange die Jungtürken noch um die Macht rangen, ging diese Rechnung teilweise auf. Wichtigstes Ergebnis war der Kongress von Monastir, der am 14. November 1908 eröffnet wurde. Ausgerichtet wurde er vom Klub Bashkimi („Einheit“). Den Vorsitz führte Mid'hat Frashëri, die Alphabetkommission leitete Gjergj Fishta. Der Kongress ließ zwei Alphabete zu: das Istanbuler und das lateinische „Bashkimi“-Alphabet. Auf das zweite geht das heutige albanische Alphabet zurück. Der 22. November wird als Tag des Alphabets begangen. Mehr über die Buchstaben und das Lesen findest du in unserem Bereich zum albanischen Alphabet.
Einmal an der Macht, hielten die Jungtürken ihre Versprechen nicht. Sie erhöhten die Steuern, stellten die albanischen Freischärlerverbände (çeta, „Schar“) außerhalb des Gesetzes, schlossen albanische Klubs und Schulen und versuchten, für das Albanische die arabische Schrift durchzusetzen. Der von den Jungtürken einberufene Kongress von Dibra (23. bis 29. Juli 1909) warb für das arabische Alphabet, doch die albanischen Delegierten lehnten es ab. Der Kongress von Elbasan (2. bis 8. September 1909) beschloss, eine Lehrerbildungsanstalt zu eröffnen und eine Gesellschaft zu gründen, die sich um Schulen und Lehrbücher kümmern sollte. Die Normalschule für Lehrer in Elbasan nahm im Dezember 1909 den Betrieb auf.
Die Aufstände von 1910 bis 1912
Der Wortbruch der Jungtürken löste große Aufstände aus. Sie begannen 1910 im Kosovo, erfassten 1911 die Berge im Norden und weiteten sich 1912 zu einem allgemeinen Aufstand aus, der Istanbul zum Einlenken zwang.
1910. Im Kosovo-Aufstand kam es zu zwei Hauptschlachten. In der Kaçanik-Schlucht hielt Idriz Seferi mit etwa 3000 Kämpfern die Stellung, bei Carraleva kommandierte Isa Boletini. Die osmanische Armee stand unter dem Befehl von Shevket Turgut Pascha.
1911. Am 24. März erhob sich die gesamte Malësia e Madhe. Am 6. April schlugen die Bergbewohner unter Ded Gjo Luli die Osmanen bei Tuzi; mit diesem Sieg verbindet man das Hissen der Flagge auf dem Berg Deçiq. Am 23. Juni verfassten Ismail Qemali und Luigj Gurakuqi das Greça-Memorandum („Rotes Buch“). 22 Anführer der Bergstämme unterzeichneten es, und es wurde den Vertretern der Großmächte in Cetinje übergeben.
1912. An der Spitze des allgemeinen Aufstands standen Hasan Prishtina, Nexhip Draga, Bajram Curri und Riza Bey Gjakova. Bajram Curri rief das Bergland von Gjakova zum Aufstand auf, der danach auf Mittel- und Südalbanien sowie Dibra übergriff. Im August 1912 befreiten die Aufständischen Skopje. Am 9. August stellten sie 14 Forderungen auf, die „Punkte von Hasan Prishtina“. Am 4. September nahm die Regierung alle bis auf die letzte an. Hasan Prishtina (1873–1933) stammte aus Vushtrri. Zwischen 1908 und 1912 wurde er dreimal für das Wilajet Kosovo ins osmanische Parlament gewählt und setzte sich dort für die Rechte der Albaner ein.
28. November 1912: die Unabhängigkeit Albaniens
Am 8. Oktober 1912 begann der Erste Balkankrieg, und die Nachbarn rückten in die albanischen Gebiete vor. Auf Autonomie zu warten, kam nun nicht mehr infrage. Am 28. November 1912 rief die Versammlung von Vlora unter dem Vorsitz von Ismail Qemali die Unabhängigkeit Albaniens aus.
Der Krieg verlief rasant. Die serbische Armee besetzte Skopje und stieß bis Tirana, Elbasan und Durrës vor. Die montenegrinische Armee belagerte Shkodra, die griechische nahm Ioannina, Sazan und Himara ein. Am 14. Oktober teilte eine Versammlung in Skopje den Großmächten mit, dass die Albaner für ihre Gebiete kämpfen würden. Ismail Qemali und Luigj Gurakuqi reisten durch die europäischen Hauptstädte, um Unterstützung zu gewinnen. Am 21. November traf Qemali in Durrës ein, wo das türkische Kommando einen Haftbefehl gegen ihn erließ, und gelangte von dort nach Vlora. Unterdessen hissten Elbasan, Tirana, Durrës, Kavaja, Peqin und Lushnja die Nationalflagge.
Am 28. November 1912 rief die Versammlung von Vlora die Unabhängigkeit aus. Die Erklärung unterzeichneten 40 Delegierte, darunter Nikollë Kaçorri und Luigj Gurakuqi. Noch am selben Tag setzte die Regierung die Kanzleien der Großmächte von dem Beschluss in Kenntnis. Am 4. Dezember wurde eine Provisorische Regierung unter Ismail Qemali gebildet. Zu ihrer Unterstützung und Kontrolle richtete man einen Ältestenrat (Senat) ein. Albanien war das letzte Balkanland, das sich von der osmanischen Herrschaft befreite.
Die Anerkennung
Die Londoner Botschafterkonferenz erkannte Albanien am 17. Dezember 1912 de facto an und beschloss am 29. Juli 1913 seine volle Unabhängigkeit. Albanien sollte ein neutraler Staat unter der Garantie der Großmächte werden, mit einem europäischen Fürsten an der Spitze. Ismail Qemali, 1844 in Vlora geboren, war der erste Ministerpräsident und Außenminister. Er trat am 22. Januar 1914 zurück und starb 1919 in Perugia.
Weiter geht es mit Albanien 1912–1939. Zurück zu Skanderbeg und das osmanische Albanien.
Häufige Fragen
Was ist die Rilindja?
Rilindja Kombëtare ist die albanische Nationale Wiedergeburt, eine Bewegung von den 1830er-Jahren bis 1912. Ihre Ziele waren die Befreiung von der osmanischen Herrschaft, die Vereinigung der albanischen Gebiete in einem Staat und die Förderung der albanischen Sprache und Schule.
Warum wurde die Liga von Prizren gegründet?
Sie sollte verhindern, dass die albanisch besiedelten Gebiete nach dem Vertrag von San Stefano 1878 unter Serbien, Montenegro und Bulgarien aufgeteilt wurden. Die Liga wurde am 10. Juni 1878 gegründet, verteidigte Plav und Gusinje und forderte ein autonomes albanisches Wilajet. Im April 1881 schlugen die Osmanen sie nieder.
Warum ist der 7. März der Tag des Lehrers?
Am 7. März 1887 wurde in Korça die Mësonjëtorja („Lernstätte“) eröffnet, die erste weltliche Schule mit Unterricht in albanischer Sprache. Ihr erster Direktor war Pandeli Sotiri. Zur Erinnerung daran feiert man in Albanien am 7. März den Tag des Lehrers.
Wann entstand das heutige albanische Alphabet?
Auf dem Kongress von Monastir im November 1908. Der Kongress ließ zwei Alphabete zu, das Istanbuler und das lateinische „Bashkimi“-Alphabet; auf das zweite geht das heutige albanische Alphabet zurück. Der 22. November wird als Tag des Alphabets begangen.
Wer rief die Unabhängigkeit Albaniens aus?
Die Versammlung von Vlora unter dem Vorsitz von Ismail Qemali am 28. November 1912. Die Erklärung unterzeichneten 40 Delegierte. Am 4. Dezember übernahm Qemali die Führung der Provisorischen Regierung und wurde der erste Ministerpräsident Albaniens.


